Blogroman - Beautiful Sin

Blogroman – Beautiful Sin – Kapitel 8

Kapitel 8

Brant

Fast hätte ich ihr nachgegeben und sie auf dem Küchentisch gevögelt. Fast. Meine Beherrschung war kurz davor, zu zerreißen und trotzdem konnte ich mich gerade so zusammennehmen, weil ich etwas anderes vorhatte. Dass sie auf mich reagierte, hatte ich schon von Anfang an gemerkt, aber es für meine Zwecke zu nutzen, fiel mir erst mittendrin ein, während ich ihr den Hintern versohlte. Oh, es hatte mir großen Spaß gemacht, zuzusehen, wie ihre Haut sich rot färbte und ihre Atmung immer schneller ging, aber es brachte nicht den gewünschten Effekt, denn sie hatte nichts ausgespuckt. Besser ginge das mit etwas anderem, was ebenfalls nicht gerade wenig Spaß machte. Und ehe sie sichs versah, war sie mir verfallen und würde mir aus der Hand fressen. Callum Lancester konnte sich dann mal richtig ins Knie ficken, denn er hatte keine Chance, hatte ich einmal einen Teil der Familie Barrera auf meiner Seite. Der andere Teil, ihre Eltern, waren ja leider verschwunden. Dass Adrijana dachte, sie wären nicht tot, gab mir sogar ebenfalls etwas Hoffnung.
Was wäre, wenn ich mich wirklich mit ihr verbündete? Was konnte Lancester dann noch tun, außer uns beide umzulegen, um an sein Ziel zu kommen? Und das würde ich zu verhindern wissen!
Ich musste das Risiko eingehen und versuchen, Adrijana zu vertrauen, dass sie tatsächlich die Wahrheit sagte und keine blasse Ahnung hatte, wer oder was sie war. Eine der einflussreichsten Erben in ganz Chicago. Aber es ging um so viel mehr als Geld. Es ging auch um Rache. Rache an einem Mann, der sich wünschen würde, niemals meinen Vater und Bruder angefasst zu haben!
Bevor die Wut mich vollständig überrollte, erhob ich mich von meinem Schreibtischstuhl und verließ mein Arbeitszimmer. Es war zwei Stunden her, seitdem ich Adrijana zurück in ihr Zimmer gebracht hatte. Komischerweise war sie danach nicht wirklich gesprächsbereit gewesen, aber vielleicht änderte sie ihre Meinung, wenn ich ihr eine Möglichkeit vorschlug, die sie kaum abschlagen konnte.
Leise schloss ich die Tür auf und betrat das Zimmer. Adrijana lag mit dem Rücken zu mir und es sah aus, als ob sie schlafen würde. Ihre Haare lagen ausgebreitet hinter ihr und ich hatte sofort ihren feinen Duft in meiner Nase. Wie automatisch zog sie meinen Körper an und ich stellte mich vor ihr Bett. Sollte ich sie einfach wecken? Aber nur weil ich wenig Schlaf brauchte, hieß das nicht, dass sie das ebenfalls tat. So wie ich sie einschätzte, war sie nicht gerade gut drauf, wenn man sie mitten in der Nacht weckte und ihr einen Deal vorschlagen wollte. Aber wieso nahm ich überhaupt Rücksicht auf sie? Was für ein Waschlappen war ich, wenn ich mich nach einer Frau richtete? Mein Vater würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, wie weich ich wurde und ich ballte die Hände zu Fäusten. Er hatte meinem Bruder Nathan und mir von Anfang an Härte eingetrichtert. Anders wäre dieses verrückte Familiengeschäft, bestehend aus illegalen Geschäften, Bestechungen und Gewalt, auch nicht aushaltbar gewesen. Wollte Adrijanas Vater sie deshalb schützen und hatte ihr wirklich nichts erzählt? Wollte er sie aus all dem raushalten? Dabei steckte sie nun tiefer drin, als jemand drinstecken konnte.
Leise seufzend fuhr ich mir über den Bart und gab dann doch meinem inneren Weichei nach, denn ganz vorsichtig legte ich mich hinter sie. Meine Vorderseite berührte fast ihren Körper, der bis zur Hüfte von der Decke bedeckt war. Obenrum trug sie eins der Seidentops, die ich ihr zum Schlafen besorgt hatte. Eher gesagt meine Ausstatterin, die mich mit großen Augen angesehen hatte, als ich ihr die Bestellung durchgegeben hatte. Was sollte ich auch mit so vielen Frauenklamotten anstellen? Aber es ging sie nichts an und das wusste sie auch, deshalb gab es keine merkwürdigen Nachfragen. Meine Kleiderauswahl bereute ich nicht, denn die cremefarbene Seide bedeckte ihre blasse Haut wirklich köstlich. Ich rutschte näher an sie heran, um ihren Duft einatmen zu können. Sie roch fantastisch, ich hatte noch nie etwas Vergleichbares gerochen. Hatte ich überhaupt schon jemals an einer Frau gerochen? Meine Güte … Ich verdrehte selbst die Augen über mich.
Ich leitete meine Gedanken in eine andere Richtung, denn ich spürte, dass mich meine enger werdende Hose bald nicht mehr davon abhalten würde, sie einfach aufzuwecken und sie mir endlich zu nehmen. Ich war nur ein Mann, auch meine Beherrschung war irgendwann am Ende! Während ich abwechselnd über die Möglichkeiten, die uns blieben, und meinen Plan gegen Lancester nachdachte, driftete mein Geist plötzlich ab. Und ehe ich michs versah, spürte ich ihren warmen, weichen Körper dicht an mir und schlang wie selbstverständlich die Arme fest um sie.

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