Blogroman - Beautiful Sin

Blogroman – Beautiful Sin – Kapitel 7

Kapitel 7

Adrijana

Mein Herz raste und ich hatte wirkliche Todesangst! Was hatte er vor? Seine Augen waren auf einmal so leer. Tiefe, schwarze Knöpfe in seinem Gesicht, die keine Seele besaßen. Er war ein Monster und dieses sah ich gerade ganz deutlich in ihm.
»Steh auf.« Ich schluckte auf seinen Befehl hin, zögerte, aber befolgte ihn. Es nützte ja doch nichts. Das, was er vorhatte, würde er durchziehen. Ob ich mitspielte oder nicht. Er war viel kräftiger und ich hatte keine Chance. Mein Blick flackerte zu den Schubladen der Küche. In einer mussten Messer sein. Vielleicht gewann ich irgendwie Zeit und kam da heran?
»Dreh dich um.« Seine Stimme war eiskalt und mein Plan zerfiel mit einem Male, ohne, dass ich ihn nur zu Ende gedacht hatte. »Ich sagte, dreh dich um. Du wirst lernen, zu reagieren! Hör auf, nachzudenken!«
Klar, total einfach, wenn man dabei Angst hatte, sein Leben zu verlieren. Diesmal schluckte ich mir den bissigen Kommentar herunter, denn ich merkte, dass er mir diesen nicht durchgehen lassen würde. Ich wollte das Kommende nicht schlimmer machen, als es ohnehin sein würde. Was auch immer er vorhatte … also kehrte ich ihm den Rücken zu und sah dabei aus dem Fenster. Die Sonne ging bereits unter. In einer anderen Situation wäre das hier sogar richtig romantisch gewesen. Mit einem anderen Mann. Zu einer anderen Zeit.
»Zieh dein Shirt aus!« Ich zögerte erneut, aber befolgte auch dies. Fast zu zart spürte ich seine rauen Finger, die leicht über meine Haut tanzten. An den Armen auf und ab, über meinen Nacken, mein Rückgrat hinab. Eine Gänsehaut stellte sich darauf ein. Wie konnten seine Worte so eiskalt und seine Taten so zärtlich sein? Doch ich war mir sicher, das war nur Fassade, um mich in Sicherheit zu wiegen. Er spielte mit mir wie die Katze mit der Maus kurz vor dem Todesstoß.
Seine Hände fuhren nach vorne über meinen Bauch an meinen Jeansknopf und öffneten ihn. Wieso erniedrigte er mich und zog mich auch noch aus? Konnte er es nicht anders zu Ende bringen? Doch wenn er mich wirklich umbringen wollte, hätte er mir dann so viele Klamotten gekauft, mit mir zu Abend gegessen und diese ganzen merkwürdigen Fragen gestellt?
Die Hose rutschte von meinen Beinen und ich stieg instinktiv hinaus. Mein Hintern wurde nur teilweise von dem dünnen, roten String bedeckt, außerdem trug ich noch den BH. Den er in genau diesem Moment aufspringen ließ und von meinen Schultern zog. Auch wenn mein Körper vor Angst zu zittern begann, spannte er sich vor Erwartung seiner Berührungen doch an. Die Gefühle in meinem Inneren waren so widersprüchlich, dass ich nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte.
»Hast du Angst?«, wisperte er in mein Ohr und strich mir die Haare auf eine Seite, damit er meinen Nacken küssen konnte. Dabei spürte ich seinen Bart, der weicher war, als ich angenommen hatte. Ich verhinderte gerade noch so, dass mein Körper ihm entgegenkam. Ich hasste ihn! Hatte ich das vergessen?
»Nein!«, log ich fest und spürte sein leises Lachen an meiner Haut. Seine Finger fuhren über meinen Bauch, umkreisten meinen Bauchnabel, strichen weiter bis knapp unter meine Brüste und wieder hinab zu dem Saum meines Höschens. »Ich hab dir auf alles ehrlich geantwortet, was du mich gefragt hast!«
»Das werden wir sehen«, wisperte er und plötzlich entzog er sich mir. Ich wollte gerade den Kopf drehen und nach ihm sehen, da umfasste seine riesige Hand meinen Nacken und drückte mich grob auf die Tischplatte. Mit einem Keuchen konnte ich mich gerade noch auffangen, um nicht ganz so schmerzhaft aufzukommen. »Du bist wunderschön, aber das weißt du sicherlich. Ich werde mit Freuden dabei zusehen, wie deine blasse Haut sich dunkelrot färbt, vor allem auf deinem süßen Arsch.«
Ich schnappte nach Luft und versuchte, mich aus seinem Griff zu befreien. »Das kannst du nicht tun! Du willst es aus mir herausprügeln?«
»Prügeln ist ein fieses Wort, ich bin mir sicher, du wirst es gar nicht so schlimm finden, wie du es dir vorstellst.« Seine freie Hand fuhr über meinen Rücken nach unten und umfasste fest eine meiner Pobacken. Meine Haut brannte heftig an der Stelle.
Mein gesamter Körper spannte sich an, als ich seine Finger nicht mehr spürte und den ersten Schlag erwartete, doch dieser ließ eine gefühlte Ewigkeit auf sich warten. Bis seine flache Hand mit einem Male heruntersauste und mit einem Klatschen meine Rückseite traf. Ich schrie auf, mehr vor Überraschung als vor Schmerz. Doch ich war mir sicher, das war nicht alles an Kraft, die er investieren konnte.
»Wo sind deine Eltern?«, fragte er hart und löste erneut die Hand von mir.
»Ich weiß es nicht!«, schrie ich und seine Hand traf mich erneut an einer anderen Stelle, allerdings um einiges härter, sodass ich nach Luft schnappen musste und Tränen in meinen Augen aufstiegen.
»Was haben sie dir vererbt?«
»Vererbt? Sie sind nicht tot!«, keifte ich nun laut vor Wut. Wieso dachte er das?
Ein neuer Schlag, der noch mehr brannte als der vorherige.
»Was weißt du von den Geschäften deines Vaters?«
»Gar nichts«, schluchzte ich und ein weiterer Schlag traf mich. Danach strich seine Hand fast zärtlich über meine lädierte Haut und ich biss mir auf die Lippe, um ein weiteres Schluchzen zu unterdrücken. Nie hatte mich jemand so derart aus der Fasson gebracht. Negativ und leider auch positiv. Dieser Wechsel aus Härte und Zärtlichkeit war zu viel für mich, viel zu viel!
»Normalerweise mache ich ganz andere Dinge, wenn ich jemanden verhöre«, knurrte er und ich zuckte zusammen. »Du machst es mir wirklich nicht einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren, Prinzessin.« Seine Finger fuhren weiter nach vorne und berührten sanft meinen Kitzler über dem Höschen, sodass ich leise aufstöhnen musste. Scheiße! Er hatte mich eben noch geschlagen und nun reichte eine Berührung und ich war ihm erneut verfallen? Ich fühlte mich wie Wachs in seinen Händen.
»Um ehrlich zu sein, glaube ich dir sogar, dass du tatsächlich nichts von den Geschäften deines Vaters weißt.« Wieder eine flüchtige Berührung und ich presste die Lippen fest aufeinander. Die Hand in meinem Nacken lockerte sich ein wenig und ich begann, mich zu entspannen. »Dass du noch nicht mal weißt, wie wertvoll du in der ganzen Sache bist.« Seine Finger verschwanden diesmal in meinem Höschen und strichen durch meine Schamlippen.
»Na also, so schlimm fandest du das alles anscheinend nicht«, sagte er amüsiert und umkreiste mit meiner eigenen Feuchtigkeit meine Klitoris. immer und immer wieder. Ich versuchte, ihm meinen Unterleib zu entwinden, aber er drückte mich mit seiner Vorderseite eng gegen den Tisch, sodass es kein Entkommen gab. Dabei spürte ich ziemlich deutlich seine Erektion durch den Stoff seiner Anzugshose und diese stieß mich leider alles andere als ab.
»Vielleicht sollte ich es doch wieder mit nett sein versuchen, was denkst du?« Die Kreise wurden eindringlicher und ich konnte meinen schnellen Atem nicht mehr unterdrücken. Ich hatte die Schwelle überschritten, an der ich umkehren konnte. Ich wollte sogar, dass er mich zu meinem Orgasmus trieb, während er sich an mich drückte. Seinen kräftigen Körper, seine starken Hände und seine weichen Lippen auf mir. Überall! Verdammt! Ich war vom ersten Moment an von ihm erregt und schämte mich noch nicht mal dafür!
Das gewohnte Kribbeln setzte in meinem Unterleib ein und ich kam den Bewegungen seiner Finger entgegen. Gleich war es so weit. Meine Finger verkrampften sich genauso wie meine Zehen. Hinter meinen geschlossenen Lidern tauchten Sterne auf und ich stöhnte nun offen im Takt seiner Kreise.
Doch auf einmal stoppte er seine Bewegungen und beugte sich zu mir herunter. »So gefällst du mir schon besser. Aber trotzdem reicht es noch nicht aus, dass ich dich erlöse, Adrijana.«

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