Blogroman - Beautiful Sin

Blogroman – Beautiful Sin – Kapitel 3

Kapitel 3

Adrijana

Ich legte mein Gesicht in die Hände und versuchte, meine schnelle Atmung unter Kontrolle zu bringen. Wo war ich hier nur reingerutscht, verdammter Bockmist! Ich kannte den Typen überhaupt nicht! Außerdem wollte mir einfach nicht einfallen, was ich getan haben sollte, dass er mich entführte! Denn das war es definitiv. Eine Entführung! Oder?
Ich sprang vom Bett und rannte zur Tür. Abgeschlossen. War klar. Dann suche ich mir eben einen anderen Weg. Doch auch die breite Balkontür war verschlossen, außerdem sah das Glas ziemlich massiv aus. Und wo sollte ich auch hin, wenn ich auf dem Balkon stand? Ich war nicht Spiderman und konnte mich aus dem geschätzt vierzigsten Stock abseilen.
Also sah ich mich in dem Zimmer um. Neben einem breiten Doppelbett und einem Schrank gab es nur die beiden Türen und eine dritte. Hinter dieser erstreckte sich ein luxuriöses Badezimmer einschließlich Badewanne, Dusche und doppeltem Waschbecken. Also eines musste man dem Typen lassen. Kohle hatte er.
Aber der Luxus interessierte mich nicht. Unser Haus war ähnlich eingerichtet, also war es nichts Neues für mich.
Ich hämmerte einige Male gegen die Tür, aber sie gab nicht einen Deut nach. Es gab nur einen Weg und der gefiel mir irgendwie überhaupt nicht.
Wenn Mister Dark, wie ich ihn in meinen Gedanken nannte, weil ich seinen Namen immer noch nicht wusste, hereinkam und nach mir sehen wollte, musste ich ihn überwältigen und abhauen. Und wie ginge das am besten? Wenn ein Mann mit seinem Schwanz dachte, denn dann war er am unzurechnungsfähigsten.
Bisher hatte ich immer nur bis zur Unterwäsche getanzt. Es ging mir nicht um das Ausziehen an sich, sondern mehr darum, meine leicht exhibitionistische Ader auszuleben. Meinen Körper für Geld verkauft, hatte ich auf gar keinen Fall! Anfassen war ebenfalls tabu gewesen, außer, ich hatte mir den Kerl gezielt ausgesucht. Aber jetzt, in dieser Situation, in der es um so viel mehr ging, als nur um ein wenig Geld, musste ich über meinen Schatten springen. Es gab nur die Möglichkeit, Mister Dark völlig aus dem Konzept zu bringen.
Also stand ich zitternd auf und entkleidete mich völlig. Meine Klamotten legte ich neben das Bett und setzte mich darauf, die Beine angewinkelt. Mir war überhaupt nicht wohl bei der ganzen Sache, aber was blieb mir anderes übrig? Ich hatte nicht vor, ihn wirklich an mich heranzulassen. Vielleicht musste ich ihn küssen, wobei die Aussicht, seine sinnlichen Lippen zu berühren, jetzt nicht die schlimmste war. Trotzdem sträubte sich alles in mir, einem Typen, der einfach so eine Frau entführte und davon sprach, noch viel schlimmere Dinge getan zu haben, so nahe zu kommen.
Doch er kam nicht. Ich wartete und wartete und rutschte irgendwann zur Hälfte unter die Bettdecke, weil mir kalt wurde. Es war immer noch dunkel draußen, sicherlich schon tiefste Nacht. Meine Lider flatterten und schlossen sich schließlich, obwohl ich darum kämpfte, nicht hier einzuschlafen. Wer wusste, was er mit mir tat, auch wenn er sagte, er würde keine Frau vergewaltigen? Ich traute ihm keinen Hauch über den Weg!

***

In meinem Traum ging die Tür auf und eine dunkle, breite Gestalt stand im Lichtschein des Flurs. Einige Sekunden betrachtete sie mich, dann kam sie herüber zu mir. Wie im Schleier erkannte ich Umrisse, aber kein Gesicht. Ich wusste nur, dass ich halb nackt auf dem Bett lag. Mein Unterkörper war bedeckt, aber meine Brüste ragten in die Höhe. Ein Prickeln erfasste meinen Körper, meine Brustwarzen stellten sich auf und die Gestalt lehnte halb über mir. Dunkle Augen betrachteten mein Gesicht, während seine Hände sich senkten. Alles in mir spannte sich vor Erwartung an. Würde er mich berühren? Mich streicheln? Wollte ich es? Gott, ja! Leise kam mir ein Stöhnen über die Lippen. Berühr mich!
Doch bevor ich seine Finger auf mir spüren konnte, driftete ich wieder komplett ab und fühlte nur noch, wie die Decke wohltuend und warm über meinen Körper gezogen wurde.

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