Blogroman - Beautiful Sin

Blogroman – Beautiful Sin – Kapitel 16

Kapitel 16

Brant

Ich wachte auf und lag alleine im Bett. Kurz hatte ich einen Anflug von Angst, danach Sorge. Normalerweise kannte ich diese Gefühle in Bezug auf einen anderen Menschen nicht. Aber Adrijana weckte irgendetwas in mir, das ich nicht zuordnen konnte. Auch wenn unsere Beziehung, wenn man das, was wir hatten, so nennen konnte, nur einem Zweck diente. Dem ganzen verdammten Zirkus ein Ende zu bereiten und wieder einigermaßen friedlich leben zu können. Zumindest so weit normal leben in meiner Position überhaupt möglich wäre.
Verdammte Scheiße, eigentlich war ich es leid! Das Geschäft meines Vaters durchzuziehen, obwohl ich es niemals haben wollte! Auch wenn mein Vater mich immer meinem Bruder Nathan vorgezogen hatte, weil ich der ältere war, hatte ich mich nie um den Scheiß gerissen. Doch meinen Dad enttäuschen, konnte ich ebenfalls nicht. Er hätte mich enterbt oder weitaus Schlimmeres gemacht. Denn eigentlich kannte er das Wort Familie nicht. Er hatte schon immer das getan, was nötig war. Egal, wer dabei auf der Strecke geblieben war.
Ich setzte mich auf und sah auf meinen Wecker, der auf dem Nachtisch stand. Lange hatte ich anscheinend nicht geschlafen. Dass ich es überhaupt getan hatte, obwohl ich alles andere als ein Tiefschläfer war und das normalerweise schon gar nicht mit einer Person neben mir, die ich kaum kannte, war sowieso eine Premiere. Doch jetzt lag ich hier alleine. Wo war sie?
Ich warf die Decke beiseite und wollte gerade aufstehen, da wurde leise die Tür aufgedrückt und Adrijana kam auf Zehenspitzen herein. Sie trug immer noch nur ihre Unterwäsche, also konnte sie nicht weit weg gewesen sein. Mein Körper entspannte sich augenblicklich.
»Wo warst du?«
Überrascht sah sie auf. Meine Worte hätten gar nicht so anklagend klingen sollen, wie sie es taten.
»Muss ich mich abmelden, wenn ich aufs Klo gehe?«, erwiderte sie zickig und ich musste mir schon wieder ein Grinsen verkneifen. Da war sie wieder. Mein keifendes, eigensinniges Mädchen. Sie war die letzten Stunden viel zu ruhig für meinen Geschmack gewesen. Ich sollte mich wirklich etwas lockerer machen. Sie würde nicht einfach abhauen. Sie wollte schließlich etwas von mir. Nämlich dass ich ihre Eltern fand. Also hatte sie allen Grund, für den Moment bei mir zu bleiben.
»Komm her.« Ich streckte die Hand nach ihr aus, und als sie auf mich zuging und unsere Haut sich berührte, stockte mir kurz der Atem. Als ich sie zu mir gezogen hatte, setzte sie sich rittlings auf mich und ich rutschte ein Stück zurück, sodass mein Rücken gegen das Kopfteil lehnte. Unsere Finger waren immer noch verschränkt und ihr Blick wanderte zu meinem Handgelenk.
»Was ist los?«, fragte ich leise, denn sie wirkte schon wieder zu nachdenklich.
»Seit wann hast du das?«, wollte sie wissen und drehte meine Hand so, dass sie auf die Tätowierung sehen konnte. Der Blick aus ihren grauen Augen brachte mich immer wieder aus dem Konzept und fast hätte ich ihr blind alles erzählt. Doch ich hatte schon zu viel in meinem Leben erlebt, als dass mich so eine banal klingende Frage nicht misstrauisch gemacht hätte.
»Wieso willst du das wissen?«
»Weil ich noch mehr über dich wissen möchte. Du weißt so viel über mich, aber ich nichts über dich.«
Wusste ich das wirklich? Nur weil ich wusste, dass sie gerne Gemüse auf ihrer Pizza aß, Steinbock war und tanzte wie eine Göttin, hieß das noch lange nicht, dass ich sie wirklich kannte.
»Was würde das an unserer Situation ändern?«
Sie kaute auf ihrer Unterlippe und bewegte kurz ihre Hüften, sodass ihre Mitte direkt über meinen halbharten Schwanz rieb. Verdammt. Ich musste sie nur ansehen und wollte sie haben.
»Wahrscheinlich nichts«, erwiderte sie leise und folgte mit ihren Augen meinen Bauchmuskeln in Richtung der Stelle, an der ich sie ziemlich genau spürte. Auch in ihr schien es wohl etwas zu bewirken, denn sie kippte ihr Becken erneut. Ob extra oder unabsichtlich, war in dem Moment egal.
Mühsam unterdrückte ich ein Stöhnen, verschränkte die Finger meiner anderen Hand auch noch mit ihrer zweiten und zog sie an mich. »Mach das nicht noch mal«, raunte ich, während ihre Lippen meinen immer näher kamen.
»Wieso?« Ihre Stimme klang herausfordernd und wieder schob sie sich ein Stück über meinen Schwanz, der mittlerweile vollständig bereit für alle Schandtaten mit ihr war.
»Weil ich mich sonst nicht zurückhalten kann.«
»Und wenn ich zuerst mehr von dir erfahren möchte und dir dann erst das gebe, was du willst.«
Ich lachte kurz auf und leckte zart über ihre Unterlippe. »Prinzessin, hast du immer noch nicht verstanden, dass du mich damit nicht erpressen kannst. Erstens nehme ich mir ohne zu fragen einfach, was ich will. Und zweitens willst du es genauso sehr wie ich.« Ich löste meine rechte Hand und fuhr damit über ihren Rücken, sodass ich sie noch näher an mich drücken konnte. Ihre Brüste schoben sich nach oben, als unsere Vorderseiten sich eng berührten. »Wenn die Zeit reif ist, erzähle ich es dir«, flüsterte ich und presste meine Lippen auf ihre. Ohne Rücksicht tauchte meine Zunge in ihren Mund, während meine Finger auf Wanderschaft gingen und sich zwischen uns schoben. Ihr Seufzen, als ich leicht ihre Klit berührte, ließ mich fast in die Boxershorts kommen.
Ihre Hüften drängten vor und zurück, pressten sich dicht auf meine Finger. Auch wenn ich es normalerweise nicht mochte, wenn eine Frau den Takt angab, ließ ich es zu, dass sie sich das holte, was ihr Körper wollte. Ihr Keuchen wurde lauter und ich spürte die Nässe durch ihr dünnes Höschen sickern. Als ihre Hände in meine Haare fuhren und mich noch enger an sich zogen, während unser Kuss immer inniger wurde, verlor ich sämtlichen Halt. Mein Körper befand sich schon wieder in freiem Fall. Mit einem Ruck zerriss ich den Stück Stoff ihres Slips und befreite meine pochende Erektion aus meinen Shorts. Sie hob ein wenig das Becken an, bevor sie sich auf mich absenkte und ich mich mit voller Länge in sie schob. Das Gefühl ihrer Lippen auf meinen und ihrer heißen Nässe um meinen Schaft war mit nichts vergleichbar. Immer schneller bewegte sie das Becken vor und zurück, immer tiefer trieb ich mich in sie und wir katapultierten uns auf direktem Weg auf eine Klippe zu. So hatte sich Sex für mich bisher nicht angefühlt. Ich war froh gewesen, Erleichterung zu erhalten oder mich nach einem langen Tag abzureagieren und zu entspannen. Aber das Gefühl, das ich mit Adrijana hatte, war für mich nicht greifbar. Und das war ganz und gar nicht gut. Ich gewöhnte mich viel zu sehr an sie bei mir.
Sollte ich tatsächlich Gefühle für sie entwickeln, musste ich die Sache noch schneller hinter mich bringen, als geplant. Denn nur mit ihr war ich angreifbar. Und das war das Letzte, was ich sein durfte!
Sie lehnte sich zurück und ich bewunderte ihre pralle Oberweite, während sie den Rücken durchdrückte und stöhnend den Kopf in den Nacken legte. Meine Hand glitt zu ihrer verhüllten linken Brustwarzen und drückte sie hart durch den Stoff. Sie stöhnte laut auf und ritt mich immer hemmungsloser. Mein Blick wanderte zu der Stelle, an der wir vereint waren. Es gab keinen besseren Ausblick als diesen. Sie auf mir. Ich in ihr.
Ich legte die Hand in ihren Hals und sie öffnete ihre schönen grauen Augen, während unsere Bewegungen weiter ihre schwindelerregende Geschwindigkeit beibehielten.
»Lass los, Adrijana. Für mich«, wisperte ich und fuhr mit dem Daumen über ihre Kehle. Im gleichen Moment, in dem sie meine Worte vernommen hatte, zog ihre Mitte sich rhythmisch um mich zusammen, während wir weiterhin den Blickkontakt hielten. Es dauerte keine Sekunde, bis ich ihr folgte. Auch wenn ich vor lauter Intensität gerne die Lider geschlossen hätte, musste ich sie doch weiter ansehen, bis sie erschöpft auf mich herabsank und ich die Arme um sie schlang.
Unsere Atmung ging schnell und ich spürte den warmen Hauch, als sie ihr Gesicht an meiner Halsbeuge vergrub.
»Ich sollte das nicht tun.« Fast hörte ich ihre geflüsterten Worte nicht.
»Was solltest du nicht tun?« Mein Finger strich ihr Rückgrat auf und ab.
»Mich dem Teufel hingeben.«
Ich zog sie noch enger an mich. »Wer sagt, dass ich der Teufel bin?«
Sie drückte sich ein Stück von mir ab, sodass wir uns erneut ansehen konnten. »Wer sagt, dass du es nicht bist?«
Ich schmunzelte. »Wenn ich wirklich der Teufel wäre, könnte ich jeder Sünde widerstehen. Bei dir klappt das allerdings überhaupt nicht, deswegen kann ich es nicht sein.«
Ihr Mundwinkel zuckte ein klein wenig, aber sie erwiderte nichts mehr darauf. Stattdessen rollte sie sich seufzend neben mich und wandte mir den Rücken zu. Ich dachte schon, sie wollte nun ihre Ruhe, aber ihre Hand tastete blind nach mir und zog mich so an sich, dass ich mich mit der Brust gegen sie drücken konnte. Ihre Fingernägel fuhren angenehm über meinen Arm, als ich sie umschlang.
»Schlaf jetzt, Prinzessin. Wir haben morgen viel vor.«
»Was denn?« Ich sah ihr Gesicht nicht, aber ich hörte die Müdigkeit aus ihrer Stimme. Sie hatte bestimmt bereits die Augen geschlossen.
»Eine Prinzessin braucht ein standesgemäßes Kleid, wenn sie auf einen Ball geht, oder?«
»Ein Ball?« Sie gähnte und ich rutschte noch näher zu ihr, wenn das überhaupt noch möglich war.
»Richtig. Aber keiner aus einem Märchen«, erwiderte ich leise, als ich nur noch ihren gleichmäßigen Atem hörte. Ich schloss ebenfalls die Augen, aber nur, um nachzudenken. War es tatsächlich eine so gute Idee, sie morgen dort mit hinzunehmen? Es mussten Opfer gebracht werden, aber konnte ich es ertragen, wenn sie es war?
Shit! Ein Gewissen fühlte sich wirklich beschissen an und verhinderte, dass ich klar über diese ganze Situation nachdenken konnte!

 

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