Blogroman - Beautiful Sin

Blogroman – Beautiful Sin – Kapitel 14

Kapitel 14

 

Brant

Ich war stinksauer. Und wahrscheinlich war es völlig unpassend, meiner Wut nun Freigang zu gewähren, aber seit wann kümmerte ich mich um Regeln und Konventionen?
Eben. Niemals!
Deshalb musste ich sie nun haben, abstecken, dass sie jetzt gerade zu mir gehörte und zu keinem sonst! Ich öffnete ihre Hose und zog sie mitsamt ihrem Höschen nach unten. Ihr runder Hintern war wirklich perfekt und ich strich mit beiden Händen darüber, löste eine und umschlang damit ihre Haare, damit ich sie besser nach unten drücken konnte.
»Halt dich fest und zähl mit«, befahl ich und sah, wie Adrijana ihre Finger vor sich um die Tischplatte verkrampfte. Dass sie alles anstandslos mitmachte und über sich ergehen ließ, war gut, aber dass es ihr auch noch zu gefallen schien, machte mich mehr an, als irgendwann sonst. Oder spielte sie mein Spiel nur mit, damit ich ihr half? Ich fuhr mit meiner freien Hand zwischen ihre Beine und spürte die Nässe, die jetzt schon auf mich wartete. Nein. Sie stand auf mich. Eindeutig.
Sie wimmerte leise, als ich sie noch enger gegen die Tischplatte drückte und dabei ihre linke Arschbacke streichelte. Sie wusste, was jetzt kam und ich würde es bis zum Äußersten genießen. Sie sollte zu jeder Zeit merken, dass sie mir ausgeliefert war und so lange, bis wir Licht in dieses Dunkel gebracht hatten, mir gehörte. Keinem kleinen verschissenen Securitypenner!
Ich holte aus. Und schlug zu. Sie zuckte zusammen, aber ich wusste, der Schlag war nicht hart genug, als dass er ihr wirklich Schmerzen bereitete. Es war eher die Überraschung gewesen. Shit, könnte ich zehn Schläge überhaupt aushalten, ohne vorher abzubrechen und sie zu nehmen?
»Zähl!«, wiederholte ich herrisch und hörte ein Geflüstertes »Eins.«.
Den zweiten Schlag setzte ich ein wenig härter auf ihrer anderen Seite. »Zwei.«
Ich schluckte hart. Meine Beherrschung und meine Geduld waren bei ihr jedes Mal auf das Schlimmste gespannt und meine Hand zitterte vor Unterdrückung. Bei den nächsten drei Schlägen genoss ich die Röte, die sich mittlerweile über ihre ebenmäßige, blasse Haut zog. Ich verteilte sie so, dass sie jedes Mal ein anderes Stück ihrer Haut trafen, und wurde von Schlag zu Schlag härter. Ein Stöhnen kam ihr über die Lippen, als ich die nächsten Schläge landete, die von Mal zu Mal lauter wurden.
»Zehn«, keuchte sie. Fast hektisch öffnete ich meine Hose, befreite meinen pochenden Schwanz und drang ohne Vorwarnung tief in sie ein. Eine Leichtigkeit, denn ihre Enge war unfassbar bereit für mich. Meine Hand löste sich aus ihren Haaren, fuhr nach vorne zu ihren Brüsten und knetete sie abwechselnd im Takt meiner Stöße.
Unser Keuchen wurde immer lauter, bis ihres schon fast in einen Schrei überging. Sie war so unglaublich heiß, vor allem, wenn sie kurz vor ihrem Orgasmus stand. Mein Unterleib rieb immer wieder über ihre von meinen Schlägen lädierte Haut und das schien sie noch mehr anzuheizen, denn sie drückte sich mir immer weiter entgegen. Mein Herz hämmerte ungestüm, mein Atem ging schwer und schnell, als ich spürte, wie sie mit einem Male unter mir zerfiel. Ich lehnte mich nach unten, drückte meine Brust gegen ihren Rücken und stieß tief und langsam zu, sodass sie das Gefühl ihres Orgasmus vollends auskosten konnte. Doch lange hielt ich es nicht aus, bis ich selbst das bekannte Kribbeln spürte und losließ.
Wie im Rausch stöhnte ich ihren Namen, umschlang ihren Oberkörper und sie drückte sich Halt suchend in meine Umklammerung. Ich genoss das Gefühl ihres geschmeidigen Körpers in meinen Armen, der perfekt hineinpasste und inhalierte tief den Duft ihrer aufgeheizten Haut. Es brauchte einige Sekunden, in denen wir eng beieinander verharrten und uns keinen Millimeter rührten. Wieso hatte ich das Bedürfnis, sie ewig so zu halten? Denn sonst galt mein erster Gedanke nach dem Sex nur, wie ich so schnell es ging, abhauen konnte. Genau das machte mir Angst, denn es wäre auch in Zukunft besser, wenn ich alleine blieb. Vor allem sicherer. Deshalb löste ich mich von ihr und glitt aus ihr heraus. Langsam erhob sie sich und drehte sich um, während sie fast schon verlegen ihre Hose hochzog. Wieso schämte sie sich? Weil es ihr gefiel, wenn ich etwas härter mit ihr umging oder aus einem anderen Grund?
»Bin gleich wieder da«, murmelte sie und verließ den Raum. Ich schloss meine Hose und sah ihr hinterher. Ich wurde nicht schlau aus ihr und das ließ ein Gefühl von Enttäuschung in mir aufkommen, das ich so noch nicht gehabt hatte. Bisher konnte ich in Menschen ganz gut lesen. Doch ihre Gefühle waren wie ein verschlossenes Buch für mich.
Aber wir sollten uns tatsächlich nun um andere Dinge kümmern, als um unsere verwirrenden Emotionen. Als Adrijana einige Minuten später wieder hereinkam, leuchteten ihre Wangen immer noch leicht rot. Am liebsten hätte ich sie an mich gezogen und zur Beruhigung geküsst. Doch ich ließ es.
»Was hat Reed noch gesagt?«, fragte ich stattdessen und klang rauer, als ich beabsichtigt hatte.
»Nicht wirklich viel, er kann sich kaum an etwas erinnern. Sie waren alle maskiert und haben sofort geschossen.« Sie kam vor mir zum Stehen und wich meinem Blick aus. Verheimlichte sie mir etwas? Verdammt, ich sollte aufhören, ständig Geister zu sehen.
»Und ist dir wieder etwas eingefallen?«, fragte ich und nickte zum Bücherregal. Ihr Blick hing an den Reihen von Büchern.
»Vielleicht …« Sie verstummte, trat vor das Regal und fuhr mit dem Finger über einige Buchrücken. »Es gab da Bücher, die hat mir mein Dad als Kind immer vorgelesen …« Sie hielt inne. »Grimm! Es waren die Märchen!« Sie lief zielgerichtet die Reihe entlang und stoppte. »Die hier!«, sagte sie hoffnungsvoll und ich trat hinter sie, während sie versuchte, die Bücher aus dem Regal zu ziehen. »Sie stecken fest!«
»Lass mich mal«, sagte ich und schob Adrijana sanft zur Seite. Es brauchte einen etwas stärkeren Ruck und ich konnte drei aneinandergeheftete Bücher herausziehen.
»Großer Gott«, flüsterte sie und deutete auf die Lücke, die nun entstanden war. »Da ist wirklich ein Safe!«
Ich legte die Bücher auf den Boden und beugte mich über das Regalbrett. Tatsächlich. Und ein Bedienfeld mit Zahlen war ein ziemliches Hindernis.
»Mist«, fluchte Adrijana.
»Das wird schon. Versuchen wir mal deinen Geburtstag.« Ich sah sie erwartungsvoll an und sie wirkte ein wenig beschämt. Komisch, dass ich mich bei dem Gedanken, mit ihr gemeinsam ihren Geburtstag zu feiern, irgendwie freute. Denn dazu würde es nie kommen, das war ja wohl so was von klar.
»Fünfzehnter Januar.«
»Steinbock«, grinste ich. »Das erklärt einiges.«
»Muss ich mir Gedanken machen, wenn du als Mann weißt, was für ein Sternzeichen ich bin?«, fragte sie, während ich die Zahlen eintippte. »Was bist du denn?«
»Stier«, erwiderte ich und drückte gespannt auf das kleine grüne Knöpfchen. Sie lachte leise.
Leider öffnete sich der Safe nicht. »Sorry, das war es wohl nicht.«
Sie kaute auf ihrer Unterlippe. »Lass mich mal, vielleicht den meiner Mum.« Sie beugte sich neben mich und ich roch den Duft ihrer Haare, ging daraufhin einen Schritt zurück, um ihr Platz zu machen.
»Auch nicht.«
Mein Blick schweifte durch den Raum. Das gab es doch gar nicht! »Was hat dein Dad noch für Interessen gehabt?«
»Das Übliche. Er hat gern Schach gespielt und gelesen. Nichts, was mir ungewöhnlich vorkam.«
Ich trat an die gegenüberliegende Wand und betrachtete ein Familienfoto. Adrijana stand neben ihren Eltern. Sie wirkte um einige Jahre jünger und alle strahlten glücklich in die Kamera. Ihre Mum sah ihr ziemlich ähnlich und war genauso hübsch. Wenn unsere Familie wenigstens einmal so glücklich gewesen wäre. Ich konnte mich nicht mal daran erinnern, ob es überhaupt ein Familienfoto gegeben hätte. Dafür hatte mein Dad keinen Sinn gehabt, denn er hatte andere Aufgaben, als sich um seine Söhne zu kümmern, die ihrer Mutter nachtrauerten. Ich schüttelte die brodelnden Gefühle in meinem Inneren ab und schaute mir das Bild wieder genauer an. Im Hintergrund erkannte man einen Teil von Chicago, anscheinend standen sie auf irgendeiner Aussichtsplattform oder einem hohen Bürogebäude.
Adrijana trat neben mich und wirkte auf einmal geknickt. Ich schlang den Arm um sie und zog sie an meine Seite. Sie ließ es über sich ergehen und drückte sich sogar ein Stück an mich. Diesmal ließ ich das Gefühl zu.
»Das war ein schöner Tag. Mein Dad hatte irgendeinen großen Deal gewonnen. Wenn ich jetzt drüber nachdenke, hätte ich mal lieber nicht mit ihm feiern sollen.«
»Es war besser, dass du es nicht wusstest«, versuchte ich, sie zu beruhigen. Was hätte ich getan, wenn ich gedacht hätte, dass mein Vater ein normaler Banker war? Wäre mein Leben anders verlaufen?
Ich schaute mich weiter um. Neben dem Bild hing eine Weltkarte, auf der eine kleine rote Stecknadel genau auf Chicago gesetzt war.
»Dad hatte einen ziemlichen Faible für Geographie. Er kannte fast alle Längen und Breitengrade amerikanischer Städte auswendig. Vielleicht hätte er mal besser in dem Beruf gearbeitet.«
»Wie meinst du das, er kannte sie auswendig?« Ich ließ sie los und sah sie aufmerksam an.
»Meinst du …« Sie verstummte und ich trat näher an die Karte.
»Es ist zumindest ein Versuch. Vier Zahlen muss man in den Safe eingeben, oder?« Sie nickte und ich fuhr mit dem Finger über das raue Papier. »Einundvierzig, achtundziebzig.«
Ich ging zurück zum Safe und drückte mit klopfendem Herzen auf die Zahlenkombination.
»Großer Gott«, flüsterte Adrijana direkt neben mir und ich hatte es auch gesehen. Das Lämpchen blinkte grün und der Safe sprang daraufhin auf.

 

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